5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

von Chrizzly
Lesedauer 4 min

Ein Fakt, über welchen man sich gerne ein paar Gedanken machen sollte ist, dass die Textilindustrie jährlich 1,2 Milliarden Tonnen CO2 verursacht. Das ist mehr als internationale Flüge und Kreuzfahrten zusammen. 🤯 Wie können wir also dazu beitragen, die CO2-Emmissionen der Modeindustrie zu senken – ohne auf trendige Kleidung und Accessoires zu verzichten? enerjoy hat 5 Tipps zusammengetragen, die für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank sorgen. 💪🌍

Nachhaltigkeits-Tipp 1: Auf Qualität setzen

„Oh wow, was für ein unerwarteter Tipp“, könntest du dir zu Recht denken. 😋 Aber wir meinen es ernst. Mit der App von enerjoy entdeckst du, wie gross der Impact von Kleidung auf’s Klima ist. Kaufe weniger, dafür besser – so lautet unser erster Tipp zu diesem Thema. Anstatt regelmässig Billig-Kleidung zu kaufen, die nach der Wäsche Form und Farbe verliert, solltest du lieber in wenige, dafür hochwertige und fair hergestellte Teile investieren. Diese halten länger und machen auch nach vielfachem Tragen noch Freude. Klingt einfach anzuwenden, oder?

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Übrigens: Kennst du die «30 Wears Challenge»? Sie wurde von Livia Firth, Produzentin der Dokumentation «The True Cost – Der Preis der Mode», ins Leben gerufen. Im Durchschnitt wird ein T-Shirt nur viermal getragen, bevor es entsorgt wird. Deshalb sollest du dir vor jedem Kauf eines neuen Teils die Frage stellen: «Werde ich dieses Kleidungsstück mindestens 30-mal tragen?»

Nachhaltigkeits-Tipp 2: Secondhand kaufen und verkaufen

Für die Produktion eines einfachen Baumwoll-T-Shirts werden etwa 2’500 Liter Wasser verwendet, für eine Jeans sogar 8’000 Liter. Hinzu kommen Transport, Arbeits- und Energieressourcen.

Du siehst: Kleidung zu produzieren ist enorm CO2-intensiv. Die nachhaltigsten Kleider sind darum die, die bereits existieren. Mit Kleidung aus zweiter Hand sorgst du für einen nachhaltigen Kreislauf. Coole secondhand Teile findest du in einem Vintage-Shop wie z.B. Marta Flohmarkt – oder ganz einfach online: Kidis ist ein Onlineshop für secondhand Frauen- und Kinderkleidung. Damit schenkst du Mode ein zweites Leben und sparst mächtig Ressourcen ein.

Nachhaltigkeits-Tipp 3: Nachhaltige Labels unterstützen

Wenn du Lust auf etwas Neues in deinem Kleiderschrank hast, suchst du am besten nach nachhaltigen Labels. Diese setzen Wert auf eine transparente Wertschöpfungskette, sodass du dich auf faire Arbeitsbedingungen, nachhaltige Produktion und Umweltstandards verlassen kannst.

👉 Einige Beispiele für Modelabels und Shops aus der Schweiz, die uns in Bezug auf Nachhaltigkeit überzeugt haben:

  • NIKIN – Der nachhaltige Fashionbrand. Artikel für Artikel wird der Natur was zurückgegeben.
  • RRRevolve – Der Laden für nachhaltiges online shoppen. Sämtliche Marken, in ihrem Shop wurden auf Herz und Nieren auf Nachhaltigkeit geprüft.
  • Mimi + Bart – Dein Label für nachhaltige Kindermode.
  • Glore – Glore steht für „globally responsible fashion“ und ihr Name ist Programm.
  • rework – Fancy vintage stuff vom Feinsten.
  • FTC Cashmere – Grosse Auswahl an fair & ethisch korrekt produzierter Cashmere Mode.

Kennst du andere Shops, die voll auf Nachhaltigkeit setzen? Teile deine Erfahrungen mit uns oder lass uns wissen, welche Marken und Shops ebenfalls in diese Liste gehören. Wir sind empfänglich für weitere good guys – .

Nachhaltigkeits-Tipp 4: Kleider umgestalten oder reparieren

Eine kaputte Jeans muss nicht immer gleich in den Abfall wandern. Vielleicht lohnt es sich, die Hose in eine Schneiderei zu bringen und flicken zu lassen. Oder du legst selbst Hand an: Schneide zum Beispiel die Jeans ab und mache Shorts daraus. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren sogenannte «Upcycling Workshops», die in vielen Städten stattfinden. Hier zeigen dir erfahrene Schneider*innen, wie du aus deinen alten Kleidern neue, tolle Teile gestalten kannst.

👉 Vorzeigebeispiele in diesem Bereich, welche wir gerne in unserem Blog erwähnen möchten sind:

  • Walk-in closet Schweiz – Organisation & Durchführung von Kleidertauschbörsen und Upcycling Workshops
  • OFFCUT – sammelt und verkauft Gebraucht- und Restmaterialien und macht so aus Reststoffen wieder Werkstoffe
  • the pink sheep – Erlerne das Handwerk des Upcyclings im Atelier von the pink sheep in Zürich

Nachhaltigkeits-Tipp 5: Kleidung für besondere Anlässe leihen statt kaufen

Es gibt einige Anlässe, für die wir besondere Outfits tragen wollen. Das ist völlig verständlich – aber nicht unbedingt nachhaltig, wenn Roben und Anzüge anschliessend wieder für zwei Jahre in den Kleiderschrank wandern. Die Alternative: Kaufe nicht, sondern leihe Kleider aus. Es gibt immer mehr Shops, die sich darauf spezialisiert haben, Designermode für spezielle Anlässe zu verleihen. So zum Beispiel Kleihd, SHAREaLOOK oder RagFair.

Stöbere durch das grosse Angebot auf ihren Webseiten oder suche gezielt nach einem bestimmten Style oder einer bestimmten Grösse, lege AirBnB-mässig die Ausleihdauer in Tagen fest und lasse dir das Outfit per Post zu dir nach Hause liefern. An Einfachheit kaum zu übertreffen. Win-win-Situation für Portemonnaie und Umwelt. Ausserdem besteht die Möglichkeit Outfits zu verleihen. So kannst du mit deinen Klamotten, welche im Schrank hängen, zusätzlich Geld verdienen. 🤩

👉 Nun bist du an der Reihe: Kennst du andere Tipps, Labels oder Läden, die für mehr Nachhaltigkeit in der Mode sorgen? Teile deine Erfahrungen mit uns!

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Quelle(n): https://www.focus.de/perspektiven/entwicklung-foerdern-klima-schuetzen/nachhaltigkeit-mode-wahnsinn-zerstoert-umwelt-wie-wir-das-aendern_id_10964545.html